Biologie

Chromatographie von Blattpigmenten

Die Chromatograhie oder Dünnschichtchromatographie ist ein physikalisch-chemisches Trennverfahren, bei dem flüssige Stoffgemische aufgrund unterschiedlicher Wandergeschwindigkeit in ihre Einzelkomponenten aufgetrennt werden können. 

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Verfahren zum ersten Mal von dem russischen Botaniker Zwet angewendet, der damit Blattpigmente voneinander trennen konnte. Die Pigmente werden entweder mit der mobilen Phase (Laufmittel) mitgenommen oder haften an der stationären Phase (DC-Platte).

In einem ersten Teil lösten die Schülerinnen und Schüler der Leistungskurse Biologie in 12 aus gesammeltem Blattmaterial die Farbstoffe heraus und trennten sie dann mit dem beschriebenen Verfahren in ihre Einzelkomponenten auf.

Gezeigt werden konnte, dass im Blatt mehrere Farbpigmente vertreten sind und zwar von unten nach oben: verschiedene Xanthophylle (Neoxanthin, Violaxanthin, Lutein), Chlorophyll b und a (grün) und Carotin (orange). 
Im Herbst ziehen Bäume die grünen Chlorophylle aus den Blättern ab, sodass die Farbpigmente in gelb-orange zum Vorschein kommen.

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